Friends of Lake Tahoe

"Die Stimme der Besitzer von Ferienimmobilien in der Tahoe-Gegend"

 

Kurze Zusammenfassung:

Probleme mit und Verwirrung um das geplante Biomassekraftwerk

 

Liebe(r) Leser(in),

 

Der Landkreis Placer (Placer County) und die Tahoe Regionale Planungsbehörde (Tahoe Regional Planning Agency; TRPA) planen im Tahoe Basin (North Shore - Kings Beach) ein großangelegtes Kraftwerk zur Verbrennung von Biomasse zu bauen. Wenn es gebaut wird, soll es direkt am Highway 267, weniger als 1,6 km vom Wasser und nur etwa 300m von einer Grundschule entfernt, in einem Bereich mit hoher Bevölkerungsdichte gelegen sein. Dieses Kraftwerk wird permanent (365 Tage im Jahr und 24 Stunden pro Tag) Waldabfälle verbrennen, die innerhalb eines Radius von etwa 50 km vom North Shore des Lake Tahoe erzeugt werden.

 

Aufgrund von Fehlinformation und Desinformation gibt es viel Verwirrung um diesen Plan. Diese Website dient dazu, die verschiedenen Probleme mit diesem Projekt und die momentane Verwirrung darüber zu erklären. „Friends of Lake Tahoe“ wurde als eine gemeinnützige Bewegung zu genau dem Zweck gegründet, dieses umweltgefährdende und wirtschaftlich verheerende Projekt zu stoppen. Und um diesen Zweck zu erreichen brauchen wir dringend Ihre Hilfe!

 

Hintergrundinformationen zu aktuellen Praktiken: Seit Jahren haben Waldarbeiter die Wälder im Tahoe Basin ausgedünnt um die Waldbrennstoffe, die zu Waldbränden beitragen können, zu reduzieren. Und seit 1995 werden die gesammelten Waldabfälle (grüne, holzige Biomasse) aus dem Tahoe Basin per LKW zur Biomasseverarbeitungsanlage in Cabin Creek (3 Meilen südlich von Truckee entlang des Highway 89) gebracht. Dort werden sie getrocknet und in einen brennbaren Kraftstoff verarbeitet, der zur Verbrennung von Biomasse geeignet ist. (Unverarbeitete Waldabfälle können ohne Verarbeitung nicht in einer solchen Anlage verbrannt werden.) Danach wird die verarbeitete Biomasse zu einer Biomasse-Anlage der Sierra Pacific Industries in Loyalton (Sierra County) nördlich von Truckee transportiert. Alle Waldabfälle, die nicht nach Cabin Creek gebracht werden können, wie zum Beispiel solche, die an steilen Hängen gelegen sind, werden ein paar Mal im Jahr offen verbrannt, wenn die meteorologischen Bedingungen dieses zulassen.

 

Placer County plant, den Verbrennungsort von Loyalton, was außerhalb des Tahoe Basins gelegen ist, nach Kings Beach zu verlegen, was innerhalb des Tahoe Basins gelegen ist. Die LKWs würden einfach von Cabin Creek nach Kings Beach statt Loyalton umgeleitet. Das wäre alles! Ansonsten wird sich nichts ändern!

 

Noch einmal zur Wiederholung: Alle anderen Prozesse, die mit Waldabfällen und Waldbrandreduzierungsmaßnahmen zusammenhängen, wie zum Beispiel die offene Verbrennung, bleiben unverändert. Entgegen landläufiger Fehleinschätzungen, die sowohl aus Fehlinformation und Desinformation entstanden sein mögen, wird eine industrielle Verbrennungsanlage in Kings Beach die offene Verbrennung von Waldabfällen nicht verringern oder die Waldausdünnungsaktivitäten erhöhen. Diese sind zwei unterschiedliche Angelegenheiten, die nicht mit dem Standort dieser Anlage zusammenhängen. Und dazu werden alle Waldabfälle unabhängig davon, wo sie verbrannt werden, weiterhin zuerst direkt nach Cabin Creek zur Verarbeitung gebracht.

 

Lassen Sie sich bitte nicht von Vorschlägen oder Andeutungen verwirren oder täuschen, dass ein Biomasse-Kraftwerk in Kings Beach die Waldabfälle und die offene Verbrennung reduzieren würde.
Das würde es nämlicht überhaupt nicht!

 

Die geplante Anlage würde täglich 1-3 Megawatt Strom produzieren und 25-75 Tonnen Biomasse verbrauchen, die von Cabin Creek dorthin transportiert würde. Das Wärmeerzeugung pro Tag entspricht 25-75 Cords (etwa 0.83 m3) Brennholz, oder einem jährlichen Verbrauch von 9.000-27.000 Cords Kiefernholz.

 

In Sachen Luftqualitätsverringerung würde dieses Kraftwerk Schadstoffe wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Ozon-Vorläufersubstanzen (Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen), Schwefeldioxid und Feinstaub in verschiedenen Größen ausstoßen. Aufgrund des Klimas und der Topographie des Tahoe Basins (wie z.B. Luftinversionen), wird sich die Luftqualität unvermeidlich verringern, weil sich die Schadstoffe nicht leicht verbreiten können. Ebenso gibt es keine Möglichkeit, eine sichtbare Lufttrübung zu verhindern. Jim Turner, der Operations Manager des Biomasse-Anlage in Loyalton, sagt dazu: „Das erste, was die Menschen bemerken... ist der Geruch." Obgleich nur wenige Leute sich dem Konzept der Biomassekraftwerke widersetzen, weil sie erneuerbare Energie produzieren, sollten sie im Lake Tahoe Basin verboten werden. Denn nach dem Clean Water Act der U.S.A. ist das Tahoe Basin ein „Tier 3 Outstanding National Resource Water (ONRW)“, was bedeutet, dass „keine Verschlechterung" seiner Luft- oder Wasserqualität erlaubt werden sollte.

 

Die zu erwartende Verschmutzung wird sich nicht nur am Nordufer des Sees, von Incline bis Tahoe City, ansammeln sondern wird sich letztendlich weit ausbreiten. Deshalb sollen im Tahoe Basin keine Biomasse-Kraftwerke gebaut werden!

 

Von besonderer Bedeutung für Wissenschaftler sind chemische und Kleinteil-Nebenprodukte der Verbrennung, die die Funktion des endokrinen Systems (ein Netzwerk von Drüsen, die Hormone im menschlichen Körper regulieren) ändern oder stören können. Diese Chemikalien, die auch endokrin wirksame Substanzen (Endocrine Disrupting Chemicals; EDC) genannt werden, haben die Fähigkeit, natürliche Hormone, welche besonders bei Kindern für die Regulierung der Entwicklungsprozesse verantwortlich sind, zu stören. Die geplante Anlage soll nur etwa 300m von einer Grundschule entfernt gebaut werden.

 

Darüber hinaus, und im Hinblick auf Immobilientransaktionen, sind Umweltgefährdungen ... schädliche oder lästige Bedingungen, die von Menschen und nicht der Natur verursacht werden. Als solche werden diese Bedingungen entweder als schädlich für die Gesundheit von Menschen oder als einen Eingriff in individuelle Empfindlichkeiten eingestuft. Sie beeinflussen den Markwert und die Attraktivität einer Immobilie auf negative Art. Deshalb werden sie als Mängel angesehen, die, soweit bekannt, als wesentliche Tatsachen offengelegt werden müssen, da diese Gefährdungen die Erwerbsentscheidung eines potenzieller Käufers der Immobilie beeinträchtigen könnte.“  Verbunden mit dem LKW-Transport der Biomasse und dem dazugehörenden Abgasausstoß, Verkehr und Lärm haben viele festgestellt, dass die geplante Anlage in die Kategorie einer „Umweltgefährdung“ fällt, die, wenn nicht offengelegt, einen Immobilienkauf ungültig machen könnte. Außerdem ist es nicht möglich, die Auswirkungen dieser Anlage auf Immobilienwerte generell im Tahoe Basin genau vorherzusagen.

 

Wirtschaftlich was das Biomasse-Projekt schon von Anfang an eine Katastrophe. Das Grundkapital kam von gut gemeinten Direktzuteilungen des U.S. Congress für die Erforschung der Biomassenutzung im Placer County. Aber schon bald wurde aus dem Projekt eine schlechte Idee, nämlich als Beamte des Placer County herausfanden, dass es innerhalb des Tahoe Basins am einfachsten ist, eine Standortgenehmigung für eine luftverschmutzende Biomasse-Verbrennungsanlage zu erhalten, weil dort die Luft am saubersten ist. Da die TRPA die Luftqualitätsanalyse der EPA von der Umweltverträglichkeitsstudie ausschließen will, wird der Beschlussprozess des Projekts beschleunigt werden. Darüber hinaus hängt die Rentabilität von Anlagen dieser Größe von staatlichen Subventionen ab, und da die Direktzuteilungen des U.S. Congress nur für Forschungsprojekte und Anlaufkosten verwendet werden dürfen, stehen die Finanzierungsquellen für die Baukosten von 8-10 Millionen Dollar noch offen. Zur Zeit gibt es auch noch keine Einigung darüber, wer die Anlage besitzen oder betreiben wird.

 

Obgleich diese Projekt wenig Sinn hat, dem gesunden Menschenverstand trotzt und wissenschaftlich irrational ist, ist es leider und unglücklicherweise mit falschen Behauptungen und irreführenden Argumenten vorwärts bewegt worden, die darauf schließen lassen, dass man in dieser Angelenheit von einer allgemeinen Unwissenheit von Seiten der Anwohner und insbesondere der Besitzer von Ferienimmobilien ausgeht.

 

Indem sie die Angst von Waldbränden und die Unkenntnis der offenen Verbrennung und der Beseitigung von Waldabfällen außerhalb des Tahoe Basins ausnutzen, argumentieren die Befürworter des Kraftwerks mit potenziellen Verbindungen zu Waldbränden und eine Reduzierung der Umweltverschmutzung, die beide jetzt nicht existieren und auch in Zukunft nicht eintreten werden. Sie verweisen, zum Beispiel, regelmäßig darauf hin, dass Biomasse-Verbrennung sauberer als offene Verbrennung von Waldabfällen ist - was auch richtig ist! Das Problem ist jedoch, dass, wie bereits erwähnt, keine Verbindung zwischen den beiden Methoden besteht und dass die letztere Methode die Anwendung der ersteren nicht verringern würde. Die offene Verbrennung von Waldabfällen wird weiterhin auf dem derzeitigen Niveau notwendig sein.

 

Darüber hinaus basiert in einer traumhaft verpfuschten Studie eine Untersuchung dieser Frage auf der Andeutung, dass rohe Waldabfälle in der Anlage in Kings Beach verbrannt werden könnten, ohne vorher erst in Cabin Creek zu Brennstoffmaterial verarbeitet worden zu sein. Es ist ironisch, dass in der offiziellen "Bekanntmachung über die Vorbereitung" dieses Projekts, welche gemeinsam vom Placer Counter und der TRPA herausgegeben wurde, deutlich gemacht wird, dass die Waldabfälle zuerst in Cabin Creek verarbeitet werden müssten. Friends of Lake Tahoe untersucht derzeit die Umstände, die Hintergründe und die Finanzierung dieser mangelhaften Studie.

 

Leider haben Placer County und die TRPA, als Bestandteil ihrer doppelzüngigen Kampagne, in offiziellen staatlichen Dokumenten angegeben, bei diesem Projekt die Unterstützung und Partnerschaften der Environmental Protection Agency und der University of California geerntet zu haben, was nicht stimmt. Als sie über die Richtigkeit solcher Angaben befragt wurden, haben sie ihre Behauptungen unter Berufung auf "versehentliche" Sprachfehler in solchen Dokumenten widerrufen. Sie berufen sich aber weiterhin auf solche Partnerschaften mit ihren zweifelhaften Ausführungen.

 

Man darf außerdem nicht vergessen, dass, ähnlich zu der von Congress-Direktzuteilungen finanzierten und inzwischen berühmten "Brücke nach Nirgendwo" in Alaska, sowohl finanzielle Gewinne also auch bürokratische und berufliche Vorteile für andere existieren, die aus der Unterstützung verschwenderischer und unnötig staatlich geförderter Projekte entstehen können.

 

Placer County hat dieses Projekt von Anfang an als ein Eilverfahren behandelt, und die TRPA, welche eigentlich die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde ist, hat den Plan bereits angenommen. Viele meinen, das sich die Autorität der TRPA über die Jahre verringert hat und dass Landkreise und Interessengruppen deshalb größeren Einfluss gewonnen haben. Bedauerlicherweise wird die TRPA von Entwicklungprojekten finanziert.

 

Die meisten Leute, die mit diesem Projekt vertraut sind, erwarten, dass die Umweltverträglichkeitsstudie für die Anlage, welche bereits im Gange ist und für welche der Auftrag ohne Ausschreibung vergeben wurde, sowohl durch Fehler als auch durch das Übergehen wichtiger Tatsachen mangelhaft ausfallen wird. Dennoch glaubt man, dass die Studie, auch wenn sie mangelhaft und unvollständig sein wird, mit Gewalt vom Placer County vorangetrieben und von der TRPA genehmigt werden wird, wenn nichts dagegen getan wird. Das ist nicht neu, und das ist auch schon einmal vorgekommen.

 

Glücklicherweise wurde Friends of Lake Tahoe speziell dazu gegründet, gegen die Genehmigung des Biomasse-Kraftwerkprojekts Einspruch zu erheben. Zusammengestellt aus Anwohnern und Besitzern von Ferienimmobilien eigens wegen dieses Projekts verstehen die Friends of Lake Tahoe, dass die politisch stärkste Gruppierung im Tahoe Basin, welche auch durch die meisten Entscheidungen der TRPA beeinflusst wird und der finanzielle Hauptunterstützer der öffentlichen Verwaltung am Lake Tahoe ist, die Besitzer von Ferienimmobilien sind!

 

Wenn Sie gegen dieses gefährliche Biomasse-Projekt angehen möchten, bitten wir Sie dringend, sich auf allen Sparten unserer Website über das geplante Kraftwerk zu informieren. Die Sparte "Introduction" erläutert Ihnen den Aufbau der Webseite.

 

Bitte helfen Sie uns mit einem großzügigen Beitrag zu unserer Sache, damit wir Ihnen dadurch helfen können. Placer County und TRPA haben viel öffentliches Geld für PR-Arbeit budgetiert um der Öffentlichkeit dieses Projekt zu „verkaufen“. Wir müssen gegen dieses Projekt angehen, und das können wir nur mit Ihrer finanziellen Unterstützung.

 

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung

und freuen uns auf Ihre hilfreiche Teilnahme an dieser Aktion!